Limoges Métropole

Der Gemeindeverband Limoges Métropole ist eine öffentliche Einrichtung für interkommunale Zusammenarbeit (Etablissement Public de Coopération Intercommunale - EPCI) und umfasst 18 Gemeinden mit 203.000 Einwohnern, das entspricht fast der Hälfte der Bevölkerung der Haute-Vienne. Damit ist es das drittgrößte urbane Zentrum im „Großen Südwesten“.

Als Welthauptstadt der Feuerkünste verfügt Limoges als zentraler Ort über alle universitären, medizinischen, kulturellen und Freizeitstrukturen einer regionalen Metropole, ohne die Nachteile zu großer Städte.

Die angebotene Lebensqualität drückt sich in der erhaltenen Natur, einem gemäßigten ozeanischen Klima und einem zweitausend Jahre altem Kulturerbe aus. Sie ist aber auch das Ergebnis einer kollektiven Anstrengung: eine der niedrigsten Kriminalitätsraten in Frankreich, eine strenge Einhaltung der Umweltnormen, ein flüssig laufender Verkehr.


Eine strategisch günstige geographische Lage
Das Territorium von Limoges Métropole erstreckt sich über 472 km². Es ist an die Autobahn A20 (Achse Barcelona-London, gratis auf 300 km) angebunden, an die A89 (Achse Bordeaux–Lyon), die Strecke Mitteleuropa-Atlantik (Nantes-Genf), den internationalen Flughafen in Limoges Bellegarde (300.000 Passagiere / Jahr) und die Zugstrecke Paris-Toulouse-Barcelona.

Straßentransporte:
Limoges Métropole liegt am Kreuzungspunkt der einzigen nicht ausgelasteten Nord-Süd-Achse und der Ost- Westachse, über die das Zentrum Europas ohne den Umweg über Paris mit der Atlantikküste verbunden werden kann. Sie bestätigt ihre Rolle als Drehscheibe für einen Markt von 200.000 Millionen Verbrauchern.

Paris: 3 Std. 30, Toulouse: 2 Std. 30, Lyon: 3 Std.40, Bordeaux: 2 Std. 30, La Rochelle: 3 Std., Clermont-Ferrand: 2 Std. 20, Poitiers: 1Std. 50, Brive: 1 Std., Nantes: 3 Std. 40 (auf der Straße)

Lufttransporte:
Der internationale Flughafen Limoges Bellegarde ist für Landungen bei allen Wetterbedingungen ausgestattet und bietet regelmäßige Linien- und zahlreiche Charterflüge an. 300.000 Passagiere werden hier jährlich abgefertigt.

Paris: 50 min, Lyon: 1 Std., Mailand: 1 Std. 30, Genf: 1 Std. 30, Madrid: 2 Std.
Regelmäßige Direktverbindungen: Ajaccio, Bristol, Leeds-Bradford, Liverpool, London-Stansted, Lyon, Marseille, Newcastle, Nizza, Nottingham, Paris-Orly, Southampton

Schienentransporte:
Limoges liegt in der Mitte der Strecke Paris-Toulouse. Der Bahnhof Limoges Bénédictins ist das Herz eines intermodalen Austauschzentrums.

Bordeaux: 2 Std. 20, Brive-la-Gaillarde: 1 Std., Clermont-Ferrand: 4 Std., Lyon: 5 Std.30, Paris: 2 Std. 50, Périgueux: 1 Std.

Nahverkehr (Zahlen 2012 der TCL):

  • 27 Linien an Werktagen darunter 5 Linien mit Oberleitungsbussen
  • 998 Haltestellen, darunter 251 Bushäuschen
  • 69 Verkaufsstellen für Fahrausweise
  • 1 Verkaufsagentur „Point Bus“
  • 5 Fahrzeuge für die Beförderung von Menschen mit reduzierter Mobilität
  • 202.938 angeschlossene Bewohner in 18 Gemeinden
  • 14.096.763 Fahrgäste pro Jahr

Eine ermutigende Dynamik

Im Stadtgebiet von Limoges (2309 km² mit 96 Gemeinden) konzentriert sich über ein Drittel der Bevölkerung des Limousin, das entspricht 281.180 Einwohnern.

Dieser weitgefasste Begriff des Stadtgebiets ermöglicht eine Berücksichtigung des Phänomens der Periurbanisierung, indem er sich auf die Beschäftigungsattraktivität stützt.

Bei gleicher Fläche positioniert sich das Stadtgebiet von Limoges zwischen dem von Poitiers mit 251.156 Einwohnern und dem von Nantes mit 460.759 Einwohnern, den beiden nächstgelegenen regionalen Hauptstädten.

Der jährliche Anstieg der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren verdoppelt und die wachsende demographische Dynamik ist ein Vorteil bei der Entwicklung.

Eine Bevölkerungsprognose sieht einen Zuwachs der Bevölkerung des Stadtgebiets von Limoges um 12 % bis 2030 voraus.

Historie
Ab den Jahren 1970-1980 taten sich die Gemeinden rund um Limoges in mehreren Zweckverbänden mit präzisen Zuständigkeitsbereichen zusammen (Wasser, Abfall, Strom...).

1991 lernten 26 Gemeinden mit der Gründung des interkommunalen Zweckverbands zur Raumplanung von Limoges (Syndicat Intercommunal pour l’Etude et la Programmation de Limoges - SIEPAL) zusammenzuarbeiten und gemeinsame Ziele zu verfolgen, wobei sie die Notwendigkeit einer kontrollierten und konzertierten Entwicklung erkannten.

Diese Arbeit fand 1998 mit der Veröffentlichung des Leitschemas für Planung und Städtebau und schließlich dem Projekt für das Stadtgebiet seinen Abschluss.

Der am 8. November 2001 gegründete erste Gemeindeverband „Communauté de Communes“ erhielt durch einen Erlass der Präfektur vom 22. November 2002 seinen aktuellen Status einer „Communauté d'Agglomération“. Damit ist der Verband das drittgrößte Bevölkerungszentrum im „Großen Südwesten“ nach Toulouse und Bordeaux.

Die interkommunale Zusammenarbeit
Limoges Métropole gibt der Zusammenarbeit, die seit langem zwischen den zugehörigen Gemeinden stattfand, eine neue Dimension. Durch die Zusammenlegung der Kompetenzen konnten nicht nur die Dienstleistungen für die Bevölkerung und ihren Lebensraum verbessert, sondern auch unser Stadtgebiet weiter entwickelt werden, damit es auf der nationalen und sogar internationalen Szene eine bedeutendere Rolle spielt. Der Wille, eine flexible und transparente Struktur zu schaffen, ohne zusätzliche steuerliche Belastungen, macht es möglich, der Zukunft zuversichtlich entgegenzusehen.

Obwohl die Gemeinden einen Großteil ihrer internen Kompetenzen bewahren, ermöglicht die Zusammenlegung der menschlichen, technischen und finanziellen Mittel die Anschaffung neuer Ausstattungen, die für eine einzelne Gemeinde zu teuer sind. Die interkommunale Zusammenarbeit ermöglicht auf diese Weise eine territoriale Ausgewogenheit und eine Verstärkung der Positionierung auf regionaler und dann auf nationaler Ebene.

Die Idee des gemeinschaftlichen Interesses muss im Zentrum der Beratungen stehen, um ein gutes Funktionsgleichgewicht zwischen Gemeinden und Gemeindeverband zu finden und die Grenzlinie zwischen den beiden Strukturen zu bestimmen.

Die Hauptaufgabe der öffentlichen Einrichtung, die auf Grund des Beschlusses des Gemeinschaftsrats vom 16. Februar 2004 den Namen Limoges Métropole trägt, ist es, große Strukturprogramme umzusetzen, das Angebot an wirtschaftlichen Dienstleistungen und Ausstattungen zu erweitern und die großen Dienste zu verwalten, die für die Bevölkerung notwendig sind, bei gleichzeitiger Erhaltung der Umweltqualität, einer der Hauptattraktionen unserer Region.

Kenndaten

  • 1970-1980, die Gemeinden rund um Limoges schließen sich in mehreren Zweckverbänden zusammen
  • 1991, Gründung des SIEPAL, 26 Gemeinden arbeiten miteinander
  • 1998, Veröffentlichung des Leitschemas für Planung und Städtebau
  • 8. November 2001, Gründung des Gemeindeverbands „Communauté de communes de l’Agglomération de Limoges“ mit 17 Gemeinden
  • 22. November 2002, die „Communauté de Communes“ wird in eine "Communauté d'Agglomération“ umgewandelt.
  • 16. Februar 2004, die „Communauté d’agglomération de Limoges“ wird zur „Communauté d’agglomération Limoges Métropole“.
  • 1. Februar 2011, die Gemeinde Verneuil stößt zum Gemeindeverband.