Die Kompetenzen

Die Gründungstatuten von Limoges Métropole beinhalten die Liste aller Bereiche, in denen der Gemeindeverband rechtmäßig anstelle der Mitgliedsgemeinden seine Kompetenzen ausübt.

In einigen Bereichen ist diese Kompetenzübertragung global. Das ist zum Beispiel im Nahverkehr oder bei der Hausmüllbewirtschaftung der Fall.
In anderen Bereichen erfolgt dieser Transfer nur teilweise, da er der Anerkennung des gemeinschaftlichen Interesses unterliegt.

Es ist Sache des Gemeinschaftsrats für jede Kompetenz die Aktionsbereiche festzulegen, die an den Gemeindeverband übertragen werden und diejenigen, die in den Gemeinden verbleiben.
Die Bestimmung der Kompetenzen einer öffentlichen Einrichtung für interkommunale Zusammenarbeit (Etablissement Public de Coopération Intercommunale - EPCI), wie zum Beispiel Limoges Métropole unterliegt zwei Prinzipien:
• Dem Prinzip der Exklusivität: Die Gründung der EPCI bedingt den sofortigen und kompletten Entzug der Befugnisse der Gemeinden in Hinblick auf die übertragenen Kompetenzen. Die Gemeinden können in keinster Form mehr in die an die EPCI übertragenen Kompetenzbereiche eingreifen.
• Dem Prinzip der Spezialität: Die EPCI kann nur innerhalb des Kompetenzrahmens agieren, der ihr innerhalb ihres Perimeters übertragen wurde.

So übt der Gemeindeverband obligatorische Kompetenzen aus, die vom Gesetz „Loi Chevènement“ für alle sich bildenden Gemeindeverbände vorgeschrieben sind (in Rot).
Außerdem eine Reihe optionaler Kompetenzen, die in einer Liste von sechs Kompetenzen (in Grün) ausgewählt werden, sowie fakultative Kompetenzen, die frei von den Gemeindeverbänden ausgewählt werden (in Blau).

KOMMUNALE KOMPETENZEN INTERKOMMUNALE KOMPETENZEN

Bevölkerungsdienst

  •  Standesam
  • Wahlen
  • Stadtpolizei
  • Unerlaubtes Parken
 

Transport

  •  Verkehr und Parkplätze     

 

 

  • Organisation des Schul- und städtischen Transports innerhalb der Agglomeration 

 

Bildung

  • Bau, Instandhaltung und Betrieb der öffentlichen Schulen
                                                                    

Stadtentwicklung

  • Städtebau: Bauleitplan, Baugenehmigungen ...
  • Immobiliengeschäfte
                                                                   

Soziales

  • Kommunales Sozialhilfezentrum, Kinderhorte, Krippen, Altenheime ...
                                                                        

 Wohnen

 

  • Schaffung von Zonen für Aktivitäten von kommunalem Interesse, Aktionen in bestehenden Zonen von kommunalem Interesse, Schaffung und Sanierung von Sozialwohnungen, Sanierung des Baubestands ...

 

  • Lokales Wohnraumprogramm (Programme Local de l'Habitat
  • Standplätze für Fahrende
  • Beobachtungsstelle für den Wohnraum

 

                                                                                                      

 Stadtpolitik

 

  • Stadtvertrag, Lokaler Sicherheitsvertrag

 

  • PLIE (Lokaler Plan für Eingliederung und Beschäftigung), Lokale Mission 

 

Kultur und Sport

  • Bibliotheken, Musikkonservatorien, Museen, Schwimmbäder, Sportanlagen, Theater, Kulturzentren, Archive ...

 

  • Bau, Gestaltung, Instandhaltung und Verwaltung kultureller und sportlicher Einrichtungen von gemeinschaftlichem Interesse (Zénith, Schwimmbad) 

Umwelt

 

  • Wasser (Schaffung von Ressourcen und Verteilung; gelegentliche Delegierung der Verwaltung an Privatunternehmen )
  • Gesundheit (Impfungen)

 

  • Management der Haushaltsabfälle
  • Verhütung von Belästigungen (Luft, Lärm ...)
  • Gestaltung und Instandhaltung der Flussufer, Schutz der Feuchtgebiete
  • Leitplan für das Regenwasser
  • Kontrolle der Anlagen für die nicht kollektive Abwasserbehandlung
  • Kollektive Abwasserbehandlung 

Straßenbau, Raumordnung

 

  • Grünanlagen
  • Lokale Dienstleistungen
  • Wanderpfade

 

  • Schaffung, Instandhaltung und Gestaltung der Straßen von anerkanntem gemeinschaftlichem Interesse
  • Verbindung der existierenden Wanderpfade innerhalb der Agglomeration
  • Leitplan, Ausschilderung und Herausgabe eines Führers der Wanderwege in Limoges Métropole
  • Gestaltung des Gemeinschaftsraumes (SCOT)
  • Geografischer Informationsdienst

Wirtschaft

 

  • Handel und Handwerk

 

  • Schaffung, Gestaltung, Instandhaltung und Verwaltung aller Gewerbegebiete im Agglomerationsgebiet
  • Entwicklungshilfe für die NIKT (Neue Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Aktionen für die Tourismusentwicklung